Pressemitteilung —
Interpack 2026: Gereckt, nicht geschrumpft
Nachhaltige Sekundärverpackung mit Stretchfolie
Bruchsal/Düsseldorf – Der Stretchpacker EvoFilm von Sidel nutzt die mechanischen Eigenschaften moderner Stretchfolien, um Packeinheiten mit definierter Spannung zu umreifen – ganz ohne thermischen Prozess-Schritt. Im Zentrum dieser Automatisierungslösung steht der modulare Automatisierungsbaukasten MOVI-C® von SEW-EURODRIVE. Die Anlage benötigt weniger Material und deutlich weniger Energie, erzielt kurze Taktzeiten und eine dauerhaft stabile Prozessqualität.
Der Anlagenbauer Sidel entwickelte einen Stretchpacker, der den Energiebedarf senkt und den Materialeinsatz reduziert. Anders als beim Schrumpfverfahren, bei dem die Folie erhitzt wird und sich um die Packeinheit zusammenzieht, wird sie beim Stretchen vorgereckt und so über das Gebinde appliziert, dass eine dauerhafte, formschlüssige Haltekraft entsteht. Weil das ohne Erhitzen geschieht, wird das Packgut thermisch entkoppelt. Zudem bleiben Stabilität und optische Qualität der Verpackung erhalten, was insbesondere in konsumentenorientierten Märkten wichtig ist.
Die modulare Anlage kann bis zu 80 Verpackungseinheiten pro Minute handhaben, darunter Multipacks aus Dosen sowie PET- und Glasflaschen, und lässt sich flexibel in bestehende Linien integrieren. Der Stretchprozess überzeugt auch in der Lebensmittelindustrie sowie bei Haushalts- und Körperpflegeprodukten. Der Folienverbrauch reduziert sich gegenüber konventionellen Schrumpflösungen um über 50 Prozent, der Energiebedarf sinkt um mehr als 90 Prozent.
In EvoFilm wurden alle für das Stretchverfahren relevanten Teilprozesse in einer kompakten Maschinenarchitektur integriert: Zuführung und Gruppierung der Produkte, die Folienabwicklung mit präziser Bahnführung, Applikation und Umreifung sowie die formstabile Übergabe an nachgelagerte Stationen wie Inspektion, Kennzeichnung oder Palettierung. Die Synchronität der Achsen ist die Voraussetzung dafür, dass Taktzeiten, Bahnprofile und Folienzugkräfte reproduzierbar eingehalten werden.
Die Automatisierung der Anlage erfolgte mithilfe des Automatisierungsbaukastens MOVI-C® von SEW-EURODRIVE. Spielfreie Servogetriebe des Typs BS.F liefern bei Applikation und Umreifung eine wiederholgenaue Positionierqualität. Die dezentrale Antriebseinheit MOVIGEAR® performance reduziert die Verkabelung und steigert die Energie-Effizienz im Feld. Das kompakte Mehrachssystem MOVIDRIVE® modular bildet die Basis für schnelle, exakt geregelte Bewegungen. Die Servomotoren der Baureihe CMP.. kombinieren geringes Massenträgheitsmoment mit hoher Dynamik – ideal für kurze Takte. Alle Bewegungen werden durch den MOVI-C®CONTROLLER Typ UHX gesteuert, der Bahnprofile, Spannungsregelung, Produktwechsel, Condition-Monitoring und Diagnosen zentral verfügbar macht. Intelligente Energierückspeisung und kompakte Schaltschranktechnik senken zusätzlich den Hardware- und Energiebedarf.
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Das Familienunternehmen SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG hat seit der Gründung im Jahr 1931 seinen Stammsitz im baden-württembergischen Bruchsal nahe Karlsruhe. Heute ist SEW-EURODRIVE einer der global führenden Spezialisten der Antriebs- und Automatisierungstechnik mit rund 22 700 Mitarbeitenden, 18 Fertigungswerken und 92 Montagewerken in 57 Ländern. Weltweit bewegt das Unternehmen Applikationen, Prozesse, Anlagen und Maschinen in unzähligen Bereichen, von der Flughafenlogistik bis zu industriellen Prozessen. Mit rund 850 Forscher:innen und Entwickler:innen gestaltet das SEW-EURODRIVE die Zukunft der Antriebstechnik innovativ mit. Ein breit aufgestelltes Vertriebs- und Servicenetzwerk ermöglicht weltweit professionelle Beratung vor Ort sowie schnelle Verfügbarkeiten von Ersatzteilen und Reparaturen.